Warum Sie KEIN WordPress Business Theme nutzen sollten

WordPress Business Themes sind ausschließlich für kleine Unternehmen gedacht, die ihre Website selbst pflegen und keinen Wert auf 100% konsistente Darstellung legen. WordPress Business Themes bieten vorgefertigte Layouts, die man zumeist mit einem Drag and Drop Editor „zurechtschieben“ kann.

Das Problem von WordPress Business Themes ist aber genau das: Pagebuilder bzw. Drag and Drop Editoren.

Wenn Sie eine umfangreiche Unternehmenswebsite betreiben, sollte das Layout, bzw. die Abstände von Bildern, die Schriftgrößen und auch das Verhalten auf Tablets/Smartphones nicht von Redakteuren anpassbar sein. Wenn Sie nicht gerade eine Designagentur betreiben oder mehrere Mitarbeiter mit Design Skills beschäftigen, ist jede Unterseite mit einem Pagebuilder eine Gefahr für die Außenwirkung Ihre Unternehmens.

Nehmen wir einmal an, Sie betreiben eine Unternehmens-Website mit ca. 50 Unterseiten.

Wurde diese Website komplett mit einem Pagebuilder umgesetzt, können auf jeder Unterseite nicht nur verschiedene Schriftgrößen, Abstände und sogar Farben verwendet werden. Die Darstellung auf mobilen Endgeräten kann (und wird!) auf jeder Unterseite abweichen.

Denn: die Fehlerquelle Nr. 1 ist der Mensch!

Die eigentliche Idee von Content Management Systemen ist, dass Nutzer Content und nicht das Design managen können. Alle erhältlichen Pagebuilder geben dem Benutzer zu viele Möglichkeiten, Farben, Abstände, Schriftgrößen und auch sonst alles anzupassen. Was für Kleinunternehmen und Einzelkämpfer praktisch ist kann der blanke Horror für Ihr Unternehmen werden.

Rettung aus dem Hause Automattic

Der WordPress-Hersteller „Automattic“ hat nun einen eigenen Pagebuilder veröffentlicht. Erfreulicherweise bietet dieser neue Editor viele Möglichkeiten, um Redakteure in Sachen Design erheblich einzuschränken.

Wir empfehlen daher die Individualentwicklung eines Themes speziell für Ihr Unternehmen, basierend auf dem sog. Gutenberg-Editor.

Das hat nicht nur den Vorteil, dass Redakteure keinen direkten Einfluss mehr auf das Design haben, sondern führt zu weniger Abhängigkeit von Drittanbieterlösungen, mehr Stabilität im System, weniger Qualitätssicherung bei umfangreichen Unternehmens-Websites und weniger Aufwand bei der Systemwartung bzw. Updates.

Nachfolgend sind einige Anwendungsfälle aufgelistet, bei denen Sie in jedem Fall die Darstellung regelmäßig kontrollieren müssen, sofern Sie einen Pagebuilder, bzw. ein fertiges (oder angepasstes) WordPress Business Theme verwenden:

  • Mehrsprachige Websites
  • Stellenausschreibungen
  • Unterseiten für mehrere Unternehmensstandorte
  • Darstellung Ihrer Referenzen
  • Darstellung Ihres Portfolios
  • Downloads
  • Unterseiten für Ansprechpartner
  • Pressebereich
  • Investorenbereich

Sprich, überall dort, wo derselbe Seitentyp mehrfach verwendet wird. Wenn Sie beispielsweise 50 Stellen ausgeschrieben haben, möchten Sie diese nicht alle einzeln mit einem Pagebuilder erstellen, sondern die Texte einfach nur einfügen oder optimalerweise über eine Schnittstelle automatisch importieren.

Auch die Darstellung Ihres Portfolios sollte nicht mit einem Business Theme und dessen Pagebuilder erstellt werden. Wenn Ihr Portfolio aus 10 Unterseiten besteht, sollten diese alle einheitlich gestaltet sein und keine Fehlerquelle von Seiten der Redakteure zulassen.

Gängige WordPress Business Themes bieten zwar Funktionen wie Vorlagen oder abgespeicherte Layouts, sie eliminieren jedoch nicht die Möglichkeit, dass Ihre Mitarbeiter Abstände, Farben oder Formen verändern können.

Diese Eigenschaften Ihrer Website sollten bei der Entwicklung Ihres Themes einmalig zentral angelegt und am Styleguide festgemacht werden, sodass der Mitarbeiter nur noch Text und Bild einfügen muss.

Verfügbare Elemente begrenzen

Klassische WordPress Business Themes wie Divi, Avada, Enfold und auch Pagebuilder wie Beaver Builder oder Elementor verfügen über 30 bis 60 verschiedene Design-Elemente. Ihren Redakteuren sollten jedoch ausschließlich diejenigen Elemente zur Verfügung stehen, die der Styleguide für die Website vorgibt und die für den bearbeiteten Seitentyp vorgesehen sind.

Mit einem eigens für Ihr Unternehmen entwickelten Theme lassen sich verschiedene Templates festlegen. Erstellt nun ein Redakteur eine neue Unterseite mit dem Template „Portfolio“, sollte er ausschließlich Elemente verwenden können, die zuvor im Design (Mockup) für die Portfolio-Ansicht festgelegt wurden. Außerdem sollte der Redakteur sich weder um die Abstände von Überschriften, noch um die Darstellung auf einem Smartphone kümmern müssen. All dies erledigt ein individuell entwickeltes WordPress Theme automatisch und äußerst zuverlässig.

Overkill: WordPress Business Themes und Mehrsprachigkeit!

Wird Ihre Website in mehreren Sprachen ausgeliefert, potenzieren sich die oben genannten Schwierigkeiten mit jeder zusätzlichen Sprache. Nun müssen alle Unterseiten einer Rubrik (Beispiel „Portfolio“) sowohl untereinander als auch in jeder Sprachversion abgeglichen werden. Bei einer Unternehmens-Website mit nur 30 Unterseiten ist das bereits ein kaum noch zu stemmender Aufwand, der bei jeder Veröffentlichung einer neuen Unterseite und nach jedem Update (also jeden Monat!) durchgeführt werden muss.

Wenn Ihre Website mit einem Pagebuilder erstellt wurde, muss Ihr Mitarbeiter bei jedem Kontrollzyklus folgende Darstellungen testen:

  • Alle Unterseiten
    • auf Desktop in Chrome, Firefox, IE 11, MS Edge
    • auf macOS Endgeräten
    • auf allen iPhones der letzten 3 Jahre
    • auf allen iPads der letzten 3 Jahre
    • auf allen Android Endgeräten der letzten 3 Jahre
  • Sowie letztgenanntes, komplett noch einmal für jede Sprachversion

Wurde Ihre Website hingegen mit einem professionell entwickelten Theme aufgesetzt, muss lediglich jedes Template 1x die obige Testprozedur durchlaufen. Da das Template „Jobs“ (auf dem Beispiel oben) für alle 50 (oder mehr) Stellenausschreibung verantwortlich ist, muss lediglich eine Unterseite getestet werden. Dasselbe gilt für alle anderen Templates. Der Aufwand für das Testing nach (monatlichen) Updates beträgt daher nur einen Bruchteil des Aufwands für das Testing eines Pagebuilder-Themes.

WordPress Business Themes und Pagebuilder setzen auf veraltete Technik

Als WordPress seinen eigenen Pagebuilder veröffentlichte, hat sich die Software-Architektur grundlegend verändert. Nahezu alle etablierten WordPress Business Themes und auch Pagebuilder wurden vor diesem Schritt von WordPress entwickelt und basieren daher auf sog. Shortcodes – eine veraltete und langsame Technologie, welche WordPress zwar weiterhin unterstützt, langfristig jedoch abschaffen wird.

Für die Erstellung Ihrer Unternehmens-Website empfehlen wir Ihnen daher die Verwendung des neuen WordPress Editors und die Entwicklung eines WordPress Themes, welches speziell auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist.

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